Erneuerung Siedlung "untere Birs" - Baufeld B und C, Basel

Mit dem Baufeld B und Baufeld C wird die im Jahr 2009 begonnene Erneuerung der «Siedlung untere Birs» fortgeführt. Mit dem Erwerb einer Gewerbefläche bot sich der EBG 2015 die Möglichkeit einen ersten Neubau als Rochadebau zu erstellen. Das 2018 bezogene Baufeld A ist der erste Neubau der EBG seit ca. 60 Jahren und stellt den Startschuss der baulichen Entwicklung dar.

Die Bestandsgebäude Baufeld B aus den 1930er Jahren und Baufeld C aus den 1960er Jahren, sind stark sanierungsbedürftig und genügen den Anforderungen der Bewohner und Genossenschaftern nicht mehr. Sie sollen durch Neubauten mit attraktiven und flexiblen Familienwohnungen, sowie entsprechende Nebenfunktionen ersetzt werden.

Maximale Flexibilität ist das Grundkonzept der Wohnungen. Ziel ist es, auf möglichst geringer Wohnfläche eine maximale Praktikabilität unterzubringen. Dies beginnt mit dem Wohnungsmix, der durch Schaltzimmer mittel- oder teilweise kurzfristig angepasst werden kann. So kann der «Grundwohnung» einfach ein zusätzliches Zimmer mittels Schaltzimmer zugeschlagen werden, ein weiteres flexibel zuordenbares Jokerzimmer kann über den Flur erreicht und ebenfalls der Wohnung zugeschlagen werden.

Im Zentrum der Gemeinschaft steht auch die neue Gartenanlage, welche jetzt geschützt und zur alleinigen Nutzung der Bewohner im Innenhof zu liegen kommt. Die Abklärung der Bedürfnisse und die daraus resultierenden baulichen Themen wurden durch den Bauherren während des Vorprojektes mittels Bewohner-Workshops ermittelt.

Aufgrund der speziellen Entscheidfindung innerhalb einer Genossenschaft über Entscheide in Kommissionen und Generalversammlung wurde anlässlich des Projektes untere Birs Baufeld B/C ein gesonderter Prozess lanciert. Die Baukommission (bestehend aus Bewohnern und Mitgliedern des Vorstandes und Verwaltung EBG) führte in Zusammenarbeit mit den Architekten, der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW, Fachbereich für angewandte Psychologie) mehrere Workshops zu den Themen Raumgefühl, Belichtung, Möbelierbarkeit und Farbgebung der Innenräume mithilfe von Virtual-Reality (VR-Technologie) durch.
Durch dieses technisches Hilfsmittel war es möglich mit einem Laiengremium als Entscheidträger komplexe räumliche Fragestellungen zu beantworten und verständlich zu machen. Das durch die VR-Technologie erlangte Wissen gab den Kommissionsmitgliedern Sicherheit über die getätigten Entscheidungen.

Auftraggeber:
Eisenbahner-Baugenossenschaft beider Basel (EBG)

Auftragsdauer
2017 - 2022 (Baufeld B), 2017 - 2024 (Baufeld C)

Auftragsart
Direktauftrag 

Partner:
Fontana Landschaftsarchitektur

Flächen:
Baufeld B: 48 Wohnungen, 7'458 m2 GF 
Baufeld C: 51 Wohnungen, 8'695 m2 GF

Visualisierungen
© nightnurse images, Zürich

Bilder

Prozess

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